Historie

Im Jahr 812, vor nunmehr fast 1200 Jahren, ist für uns in Anzing ein wichtiges Dokument erstellt worden. Eine Urkunde, in der erstmals Anzing als Ort benannt wurde! „Da ich, der Diakon Suuidhart, im Namen Gottes nachdenke und auf mein zukünftiges Leben bedacht bin, auf daß meine Seele im ewigen Leben ein wenig Trost verdiente, habe ich deswegen an die allzeit selige Jungfrau Maria mein persönliches Erbgut im Orte Anzing, welches mir meine Mutter Kerlind als mir zugehöriges Erbteil hinterlassen hat, übergeben, das ist: einen Hof mit Haus und allen Gebäulichkeiten sowie den häuslichen Gerätschaften und die Hälfte der abgegrenzten Grundstücke, welche zu eben diesem Hause dazugehörigen, und auch sechs unfreie im Hause und vier gut zur Dienstleistung ausgestattete Hofstätten.“
So geschrieben in der Testamentsurkunde vom 23. April 812, durch die der Diakon Suuidhart das Erbe an das Hochstift zu Freising, dem Bischof Hitto von Moering (811 – 835), mit genauen Verfügungen übergibt.
Im Jahr 1979 hat der langjährige Schulleiter in Anzing, Otto Thoma, das Original dieser Urkunde, im Rahmen seiner Forschungen zu unserem Ort, dem erhaltenen kostbaren Traditionsbuch in Freising gefunden.

Ein größeres Bild der Urkunde sehen Sie, wenn Sie auf den historischen Schriftzug oben klicken.